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Passage von Jan Mayen (Norwegen )
Freitag den 8. bis Samstag den 9. Juli 2005

Landkarte Jan Mayen
Die Karte unterliegt der Gnu Free Documentation License.



Die Insel Jan Mayen befindet sich ungefähr auf der Höhe der norwegischen Nordküste. Der Golfstrom hält die Insel zwar warm, aber die Lage im Norden bringt natürlich auch stets kaltes Wasser mit.

So befindet sich die Insel meistens im Nebel. Wir hatten allerdings großes Glück mit dem Wetter.

Der höchste Berg der Insel ist der Beerenberg . Er ist der nördlichste aktive Vulkan der Erde. Er galt bereits als erloschen, bevor er 1970 einen heftigen Ausbruch hatte, in dessen Folge die Insel Jan Mayen 4 qkm größer wurde.

Die Insel wurde übrigens früher auch Hudson Touches, Trinity Island und Richelieu-Insel genannt. Es gibt hier nahezu kein Leben. Es wachsen nur einige Flechten und Moose, nicht einmal Gras.

Ankunft vor Jan Mayen

So tauchte abends im Dunst die Insel auf. Wir näherten uns von Südwesten, wobei wir wieder auf mindestens einen Wal stießen.


Wir konnten den Wal selbst nicht sehen, aber die Fontäne seines Ausatmens war deutlich zu erkennen.


Allerdings verweht diese sehr schnell im Wind.

Der nördlichste aktive Vulkan der Erde liegt noch im Dunst

Die Insel ist recht groß und an der breitesten Stelle ca. 15 km breit.

Darauf befindet sich der Beerenberg. Er ist das ganze Jahr über im Nebel verborgen. Nur an ca. 3 Tagen im Jahr kann man den Berg sehen.

Wir hatten also an diesem Tag großes Glück. Dabei muss ich wohl richtigerweise sagen, dass es gar kein Tag war. Wir fuhren nämlich gegen Mitternacht am Beerenberg vorbei.

Die Insel ist nahezu unbewohnt. Es gibt zwar eine Radarstation und eine Wetterstation , aber sonst keine Bewohner.

Steile Küsten und wenig Häuser auf Jan Mayen




So gibt es also nur einige Häuser dort. Aber selbst hier bemüht man sich um Farbe.

Wasserfälle an der Steilküste von Jan Mayen


Der viele Schnee am Berg erzeugt mit seinem Schmelzwasser natürlich viele Bäche und Flüsschen.


Die ergießen sich dann in Wasserfällen auf allen Seiten des Berges bis ins Meer.

Oft fließt das Wasser unter dem Schnee und ist nur an einigen Stellen als Wasserfall sichtbar.

Gletscher fließen vom Beerenberg ins Meer

Aber noch begeisternder sind die Wassermassen, die als Gletscher ins Meer münden.

Die Gletscher sind sehr groß und breiten sich vom Berg ausgehend in alle Richtungen aus. In den unteren Regionen liegt Felsabrieb auf dem Eis, so dass es eine bräunliche Färbung annimt. Das Bild live vor sich zu sehen ist gewaltig.

Abschied von Jan Mayen

Aber auch das Naturschauspiel Jan Mayen bzw. Beerenberg kann uns nicht ewig festhalten.

Das Schiff fährt halt einfach weiter und wir nehmen von einem Fleckchen Erde Abschied, dass wir vermutlich niemals wiedersehen werden. Insel, Berg und Wasser in allen Variationen bleiben zurück und wir freuen uns schon auf Spitzbergen .

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