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Anreise nach Schottland 2001

Für die Anreise hatten wir mehrere Tage eingeplant. Zunächst war die kurze Strecke bis Ijmuiden zu bewältigen. Die Übernachtung erfolgte dann natürlich auf der Fähre nach Newcastle . Danach wollten wir den Hadrianswall entlang fahren, also noch einen Tag in England verbringen. In England herrschte zu der Zeit die Maul- und Klauenseuche. Es gabe eine Reihe von Einschränkungen im Tourismus. Die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten aus England war in der EU verboten. Schlimmer für den Reisenden war allerdings, dass viele Einrichtungen in England geschlossen waren.

Anschließend sollte die Fahrt nach Edinburgh gehen, wo wir wieder übernachten wollten. Natürlich wollten wir die alte Stadt sehen. Edinburgh ist nicht nur die Hauptstadt Schottlands , sondern auch ein wichtiges kulturelles Zentrum. Erst der vierte Tag sollte uns ins schottische Hochland bringen.

Wir hatten keine Ferienwohnung, Hotels und B&B's gebucht. Stattdessen hatte ich einen Haufen Papier mitgebracht. Das waren die Ausdrucke der entsprechenden Einrichtungen aus der Seite von VisitScotland (http://www.visitscotland.com/de/). Wir fanden auch jedesmal eine Unterkunft.

Fähre Ijmuiden - Newcastle (DFDS-Saeways)

Auf unseren Reisen nach Schottland benutzten wir bisher stets die Fährverbindung Amsterdam - Newcastle. Diese Fähre kostet etwas mehr als die im Süden Englands , dafür landet man aber dicht an der schottischen Grenze.
Rechnet man die gesparten Reise- und Übernachtungskosten ein, fällt der Unterschied deutlich geringer aus, als wenn man nur die Preise der Überfahrt betrachtet.

Unter (http://www.dfds.de/) findet man weitere Details.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Von Daheim zur Fähre
Anreise nach Ijmuiden

Die Anreise erfolgte (wie fast immer bei uns) mit dem PKW.

Die Fahrt durch die Niederlande ist für uns schnell getan, da wir direkt an der Grenze wohnen. Deshalb erleben wir auf diesem Abschnitt der Reise sehr wenig.

Per Fähre kam dann die Überfahrt von Ijmuiden (Amsterdamm) nach Newcastle. Dieser Teil der Reise ist viel spannender für mich. Da ich die Überfahrt nicht durch Geschwindigkeit beeinflussen kann, beschäftige ich mich.

Das heißt ich lerne Menschen kennen, beobachte das Meer oder ich sehe mir an, was an Bord los ist.

Newcastle bis Greenhead, dem Hadrianswall folgen
Newcastle bis
Greenhead



Das Zimmer war recht einfach, aber es war bequem und die Gastgeber waren angenehm.


Sie kamen gerade an diesem Tag von ihrem Urlaub aus Deutschland zurück.


Die erste Nacht auf britischem Boden verbrachten wir bei sehr netten Leuten bei Bed and Breakfast.

Bei Chollerford
Von einer Brücke bei
Chollerford gesehen


Hinter Fort Birdoswald
Vom Hadrianswall nach
Südwesten gesehen


Eine Furt
Hier haben wir uns mit
unserem Auto nicht
hinein gewagt

Der nächste Morgen begann mit der Einfahrt in den Hafen von Newcastle. Viele Reisende stehen an Deck genießen den Blick auf die Hafeneinfahrt und die vielen Boote und Schiffe, die sich im Hafen befinden.
Wir umfuhren die Innenstadt und folgten dann dem Hadrianswall.

Wegen der herrschenden Maul- und Klauenseuche waren die meisten Sehenswürdigkeiten geschlossen. Allerdings finden wir die Landschaft sowieso das sehenswürdigste in einem Land.

So hatten wir an diesem ersten Abend auf britischem Boden Zeit, uns ein wenig die Landschaft anzusehen.

Hadrianswall

Um die Grenzen des römischen Reiches zu sichern, erbaute Kaiser Hadrian im zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung zahlreiche befestigte Grenzanlagen. Unter anderem wollte er Britannien vor den "wilden Horden" der Pikten schützen.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Greenhead über Gretna nach Edinburgh
Von Greenhead
bis Edinburgh

Es wird Hügeliger
In Edinburgh

Edinburgh
Hügel im Grenzland

Am nächsten Tag sollte nun endlich Schottland an die Reihe kommen. Unter Umgehung von Carlisle ging's bei Gretna auf die Autobahn in Richtung Glasow. Bei Abington ging es dann auf die A702 nach Edinburgh.

So hielten wir uns auf diesem Abschnitt am Rande der southern Uplands. In Edinburgh gab's zunächst kein Hotel in unserer Preisklasse (alle belegt). Dadurch wurde es etwas teurer, aber auch sehr kompfortabel. Unser Hotel lag an der Royal Mile. So konnten wir durch die Altstadt bummeln und bleiben, wo es uns gefiel. Die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt haben wir allerdings nicht besichtigt. Das müssen wir irgendwann nachholen.

Schottisches Grenzgebiet

Die südlichsten Bezirke Schottlands sind "Dumfries and Galloway " sowie die "Scottish Borders ". Diese Gegenden gehören zu den "southern Uplands", einem niedrigen Gebirgsrücken, der sich in Ost-West-Richtung durch's Land zieht.
Dort gibt es Hügel, Heidekraut , Gras, Schafe und anderes, was sich im Norden Schottlands ebenso findet.

Allerdings ist die Landschaft nicht so beeindruckend, die Berge nicht so hoch, die Täler nicht so schmal und tief wie in den Highlands . Es gibt hier VIEL weniger Wasser. Außerdem ist England viel näher! Dadurch wurde hier das schottische Clan -System schon sehr viel früher aufgeweicht als in den Highlands. Manche Regionen gehörten abwechselnd zu Schottland oder zu England. Dadurch unterscheidet sich die Kultur dieser Regionen stark.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Scottish Highlands
(das Hochland Schottlands )

In den Highlands befinden sich die 10 höchsten Berge Großbritanniens. Die ältesten Gesteinsschichten der britischen Inseln befinden sich im nordwesten Schottlands. Die Landschaft ist sehr schroff. Steile Berge, tiefe Täler und Seen, viele Flüsse und Wasserfälle geben der Landschaft eine typische Prägung.

Die Unzugänglichkeit vieler Regionen des Hochlands sowie die alt hergebrachte Verwaltungsstruktur des "Clan-Systems" machten es den Engländern schwer, diese Region der britischen Inseln zu erobern.

Das Clan-System betrachtet alles Land und dessen Inhalt als Besitz einer Familie. Diese Familie wird durch den Chief regiert. Er gibt Unterhäuptlingen (Tainchiefs) Bereiche, die diese wiederum für ihren Zweig der Familie verwalten. Die Familie (Clan) kümmert sich um alle sozialen Härtefälle. Entweder hungern alle oder keiner!

Die folgen des britischen (ursprünglich normannischen) Lehnssystems machten den Bewohnern der Highlands Angst. Sie wehrten sich dagegen solange sie konnten. Es machte ihnen auch nichts aus, von Engländern, Bewohnern der Lowlands bzw. der southern Uplands als Barbaren betrachtet zu werden.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )



Edinburgh bis Loch Ness
Edinburgh
bis Lewiston

finstere Highlands
In den Highlands

Zunächst verließen wir Edinburgh in Richtung Westen. Außerhalb der Stadt hielten wir uns dann Richtung Norden um den Firth of Forth zu überqueren. Diese Forth Road Bridge ist ein Wunderwerk moderner Technik. Sie wurde direkt neben der älteren Forth Rail Bridge (früher nur Forth Bridge genannt, da es schließlich nur eine Brücke gab) errichtet, die schon bei ihrer Einweihung 1890 so betrachtet wurde. Diese Brücke löste die seit 1850 dort verkehrende Eisenbahnfähre ab. Das war weltweit die erste Fähre für den Zugverkehr.

Eine Umgehung würde einen Umweg von über 50 km bedeuten.

Nördlich von Edinburgh wird das Land immer hügeliger. Der Bewuchs besteht zum größten Teil aus Heidekraut. Uns fiel auf, dass es hier sehr viel Wasser gibt.

Wir hatten vorher keine Ferienwohnung gebucht. Wir fanden eine gute in Lewiston (Drumnadrochit ).

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