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Abreise von Schottland 2016, Poolewe bis Amsterdam

Die Abreise erfolgte wie bei uns üblich wieder in kleinen Abschnitten.

Von Poolewe ging es erstmal wieder Richtung Süden. Wieder fuhren wir vorbei an Loch Maree , bogen bei Inverewe ab Richtung Süden. Vorbei fuhren wir wieder an Upper Loch Torridon und Loch Shieldaig. Dann aber weiter auf der A896 und dann auf der A89 und die A87 um ab Invergarry auf der A82 bis Fort William zu fahren.

Am nächsten Tag folgten wir der A82 durch das großartige Glen Coe und Rannoch Moor . Ab Crianlarich ging es auf der A85 mit einem Abstecher zu den Dochart Falls später auf die A84 bis nach Doune. Dort übernachtete wir auch, aber nicht ohne zuvor noch Stirling Castle besucht zu haben.

Der letzte Abschnitt in Großbritannien führte über die A84, M80, M9 und M8 zum Edinburgh City Byxpass. Dort zweigten wir ab auf die A7, B6362, A697 und A1. Also die Orte Newtongrange - Fountainhall - Stow - Lauder - Greenlaw - Coldstream - Morpeth - Newcastle .

Nach der Übernachtung auf der Fähre ging es wie immer zwischen Amsterdam und seinem Flughafen Schiphol hindurch und dann nach Hause.

Aufbruch von Poolewe


Während wir unseren Aufbruch vorbereiteten, wechselte mehrmals Schneefall mit Sonnenschein ab. Das änderte sich auch nicht auf der Fahrt.

Poolewe

Der Ort liegt in einer großartigen Umgebung an der Westküste Schottlands . Hier mündet der River Ewe, der aus dem nahe gelegenen Loch Maree fließt, in Loch Ewe . Gute Wanderwege und gute Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben. In der kleinen Galerie im Ort gibt es auch Kaffee und Kuchen sowie immer ein nettes Gespräch, wenn man will.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Unterwegs



Wir folgten zunächst der Route unseres letzten Ausflugs. Es ging also von Poolewe nach Gairloch und weiter auf der A832 vorbei an Loch Maree. Bei Kinlochewe bogen wir wieder auf die viel reizvollere A896 nach Süden ab


Diese Straße führt östlich um die Torridon Mountains herum nach Upper Loch Torridon.


Aber wir wären nicht wir selbst, wenn wir in einer solchen Landschaft nicht ständig anhalten und etwas herumlaufen würden. Nur so kann man die unglaubliche schönheit der Highlands aufnehmen.


So zwischen Lochs und Bens fallen mir oft Zitate bekannter Schotten ein. Mein liebstes Zitat ist wohl eins von Robert Burns: "Mein Herz ist in den Highlands, mein Herz ist nicht hier."

Eilean Donan Castle


Die weitere Strecke führte nun nun weiter über die A896 durch Tornapress und Ardarroch und durch Lochcarron . Danach ging es auf der A890 weiter bis Auchtertyre, wo wir auf die A87 abbogen.


Die Strecke, auf der wir uns bis dahin befanden, wird nicht so stark befahren wie die Straßen, auf die wir später am Tag stoßen würden. Hier hat man noch genug Muße um alles zu sehen und ggf. stehen zu bleiben. Je dichter die Gegend bewohnt ist, in der man fährt, umso mehr Verkehr gibt es und die Ruhe bleibt "auf der Strecke".


Natürlich konnten wir auch diesmal nicht einfach an Eilean Donan Castle vorbeifahren. Im Gegenteil war das einer der Gründe warum wir diese Route gewählte hatten.


Am Loch Duich entlang fuhren wir weiter auf der A87, der wir durch Glen Shiel folgten.

Glen Shiel


Glen Shiel ist wirklich sehenswert. Natürlich fließt hier der River Shiel. Es gibt einiges Sehenswerte hier. Zum Beispiel Loch Cluanie allein lohnt schon einen Ausflug hierher.

Links und rechts stehen hohe Berge entlang des Tals. Die Glen Shiel Ridge , oder nur Shiel Ridge ist eine beliebte Wanderstrecke. Allerdings sollte man die Berge hier nicht unterschätzen. Es gibt viele Wanderer, die in den Highlands ihr Leben gelassen haben. Zumeist ist ein SEHR plötzlicher Wetterumschwung die Ursache. Selbst in warmen Zeiten kann es plötzlich einen Wintereinbruch geben. Selbst gute Ausrüstung kann nicht über jedes Problem hinweg helfen. Wanderer sollten also stets ihre geplante Route irgendwo angeben. Und natürlich die Zeit, wann ihre Wanderung beendet sein sollte und sie sich wieder gemeldet haben.

Glen Shiel

Ein zumeist schmales Tal durch das der River Shiel fließt. Im Süden des Tals liegt der Bergrücken der Glen Shiel Ridge. Je weiter westlich man kommt, desto schmaler wird das Tal. Bergketten wie die fife Sisters bilden eine großartige Kulisse.

Nicht dass jemand vergeblich sucht: Loch Shiel liegt NICHT in der Nähe des Glen Shiel.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Aber es gibt ja nicht nur Wanderer auf der Welt. Daher ist es gut seine Aufmerksamkeit auf die Besonderheiten zu lenken. Das sind natürlich die Berge. Viele Gipfel auf der Südseite haben eine Höhe zwischen 900 und 1000 m, einige auch mehr. Auf der Nordseite dagegen gibt es mehr Gipfel über 1000m als niedrigere.


Zum Anderen gibt es hier Wasser! Das ist natürlich typisch für die Highlands. Aber es lohnt sicht trotzdem, genauer hin zu sehen. Das ist nunmal Wildwasser. Es war mühsam, es zu zähmen und in ein Bett zu zwingen.

Die Stelle, die mich am meisten fesselt, ist wo der River Shiel in einen Berg hineinfließt.

Great Glen


Am Kriegerdenkmal "Commando Memorial " bei Spean Bridge hielten wir ein letztes mal an, bevor wir Fort William und unser Hotel erreichten.

Command Memorial

Es handelt sich um ein Kriegerdenkmal in der Nähe von Spean Bridge, das an die gefallenen Schotten des zweiten Weltkriegs erinnern soll. Die Soldaten wurden in der Nähe ausgebildet.

Der besondere Reiz für Touristen liegt an der Umgebung dieses Platzes. Von hier aus hat man eine hervorragende Aussicht auf das Nevis-Massiv, das mit dem Ben Nevis den höchsten Berg Großbritanniens enthält. Diese Bergkette befindet sich noch in den Grampian Mountains , also südöstlich des Great Glen.

In Nordwestlicher Richtung erstrecken sich die Berge der Northwest-Highlands. Das Panorama ist wirklich einzigartig.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Ins Glen Coe

Von Fort William ging die Fahrt am nächsten Morgen zunächst auf der A82 weiter vorbei an Corran und Ballachulish . Auch den Ort Glencoe ließen wir links liegen. Erst im Tal Glen Coe machten wir wieder Pausen. Dafür aber gleich einige.

Glen Coe

Das Tal Coe ist ein Einschnitt, der sich von der Atlantikbucht Loch Leven bis in die Nähe des Rannoch Moor zieht. Der Höhenunterschied zwischen dem Tal und den daneben liegenden Bergen beträgt manchmal fast 1000m. Die Landschaft ist unglaublich schön.

An Loch Leven liegt der Ort Glencoe . Dort wurde 1692 das Massaker von Glencoe verübt, das bis heute in den Herzen der Highlander tiefe Narben hinterlassen hat.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Glen Coe und Glencoe


Glen Coe nennt sich dieses Tal. Das Verhältnis zwischen Schotten und Engländern wird wohl nirgends so deutlich wie hier. Im Jahr 1691 forderte der König von England den Treueeid von allen schottischen Clanführern und Tainchiefs. Der Eid sollte vor dem 1. Januar 1692 geleistet sein.

Alastair MacDonald von Glencoe leistete diesen Eid zu spät. Daher wurde von John Dalrymple in Zusammenarbeit mit den höchsten Militärs beschlossen, ein Exempel zu statuieren.

Hauptman Robert Campbell of Glenlyon, also selbst ein Hochlandschotte, wurde mit der Ausführung beauftragt. Er war weder gründlich noch geschickt bei der Durchführung. Aber der Hass vieler Schotten hat sich SEHR lange gehalten. Die meisten Opfer starben nicht durch Soldatenhand, sondern erfroren und verhungerten auf der Flucht durch die Berge im Februar 1692. Das nennt man das Massaker von Glencoe. Glencoe ist der Name des Dorfes am Loch Leven und dem Eingang von Glen Coe.

Rannoch Moor

Von den schottischen Highlands sagt man oft, es sei unberührte Natur, was natürlich nicht zutrifft.

Das Rannoch Moor hat sich in den letzten Jahrhunderten aber wirklich nicht sehr verändert. Es gibt zwar in Nord-Süd-Richtung eine Straße, die A82, aber von Ost nach West gibt es noch keine Durchfahrt. Aber es ist eine großartige Gegend für Wanderungen.

Rannoch Moor

Ca. 300m über dem Meeresspiegel dehnt sich das berüchtigte Rannoch Moor aus. Diese ungefähr 130 Quadratkilometer große Fläche ist nahezu unbewohnt. Nur in nord-süd-Richtung gibt es eine Straße, die A82, und eine Eisenbahnlinie, die West Highland Line durch das Moor. Eine Durchquerung in ost-west-Richtung gibt es bis heute nicht! Die Berge um Rannoch Moor haben teilweise eine Höhe von 1000m

Das Rannoch Moor ist eine der letzten wirklich unberührten Landschaften Schottlands.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Dochart Falls

River Dochart bildet auf seinem Weg nach Loch Tay diese bemerkenswerten Stromschnellen. Auf einer vergleichsweise großen Fläche fällt das Wasser bei Killin ab. Dabei werden viele kleine, sprudelnde Arme gebildet, zwischen denen man sich gefahrlos bewegen kann.

Die Falls of Dochart sind also ein Wasserfall zum Anfassen.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Loch Lubhair und die Dochart Falls

Ab Crianlarich folgten wir der A85. Pausen machten wir nur an Loch Lubhair und bei den Dochart Falls, zu denen wir einen kleinen Umweg machten.

Stirling Castle

Wir fuhren von dort zunächst zum Einchecken in unserem Hotel in Doune. Anschließend machten wir dann noch eine Besichtigung von Stirling Castle. Und tatsächlich hat sich einiges verändert. Zwar nicht an der Burg, aber die Ausstellungen und Erläuterungen waren deutlich überarbeitet und, wie ich an meinem Enkel bemerken konnte, auch für Kinder interessant.

Stirling Castle

Im dichtest besiedelten Gebiet Schottlands liegt Stirling. Das dortige Castle war stets eine riesige Burganlage. Diese Burg konnte sich mit allen großen Burgen Europas messen.

Hier lebten die königlichen Familien sicher. Die strategische Lage war natürlich auch hervorragend. Diese Anlage gehörte lange Zeit zu den kulturellen Zentren des Landes.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

Der letzte Tag in GB brachte uns nun um Edinburgh herum und dann noch ein wenig durch die Hügel im Süden Schottlands. Schließlich erreichten wir die Fähre wie immer früh und genossen den letzten Abend unserer Ferien.

Fähre Ijmuiden - Newcastle (DFDS-Saeways)

Auf unseren Reisen nach Schottland benutzten wir bisher stets die Fährverbindung Amsterdam - Newcastle. Diese Fähre kostet etwas mehr als die im Süden Englands , dafür landet man aber dicht an der schottischen Grenze.
Rechnet man die gesparten Reise- und Übernachtungskosten ein, fällt der Unterschied deutlich geringer aus, als wenn man nur die Preise der Überfahrt betrachtet.

Unter (http://www.dfds.de/) findet man weitere Details.
(aus Anmerkungen zu einigen ausgesuchten Orten. )

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